Sinn und Unsinn von Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL-Leistungen)

„Individuelle Gesundheitsleistungen“ – kurz IGeL-Leistungen sind ärztliche Leistungen, die nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gehören und vom Patienten privat bezahlt werden müssen.
Warum nun sollten Sie als Patient Leistungen in Anspruch nehmen, wenn diese nicht vom Leistungskatalog abgedeckt werden und somit scheinbar überflüssig sind?
Sind diese Leistungen eine „Reine Abzocke“?

In der Tat gibt es viele Leistungen, die man -zumindest in unseren Augen- nicht braucht und die keinen wirklichen Nutzen bringen, außer vielleicht das Portemonnaie der Ärzte zu füllen.

Aber genau diese Leistungen wollen wir nicht anbieten.

Im Laufe der Zeit hat sich immer weiter herauskristallisiert, was wann wo bei Vorsorgeuntersuchungen und auch bei der Therapie der einzelnen Krankheiten von welcher Arztgruppe in welchem Umfang über die Krankenkasse abgerechnet werden darf.
Wie Sie als Patient leider bestimmt schon am eigenen Leib erfahren haben, sind Leistungen, die vor Jahren noch standardmäßig in nahezu beliebiger Frequenz durchgeführt wurden im Rahmen der „evidence based medicine“ also der Medizin die auf Studien und Beweisen basiert oft sehr eingeschränkt  -wenn überhaupt- auf Kosten der Krankenkassen möglich.

In vielen Fällen ist dies gut.

Therapien sind nicht mehr willkürlich, sondern werden nach dem besten Nutzen (in finanziell akzeptablen Bereichen) durchgeführt.
In einigen Fällen gibt es aber -zumindest in unseren Augen- durchaus den Bedarf, oder zumindest den sinnvollen Wunsch, mehr zu tun.

Die IGeL-Leistungen die wir anbieten sind fast vollständig im Bereich der Vorsorge anzusiedeln.

    Manchmal ist es sinnvoll, wenn auch nicht medizinisch notwendig, ein paar Laborparameter mehr zu erheben, und sei es auch nur, um das positive Feedback zu erhalten, bezüglich der Ernährung / der Bewegung/des Alkoholkonsums oder vieler anderer Kleinigkeiten alles richtig gemacht zu haben.
    Die älteren, männlichen Patienten wünschen oft bei der Krebsvorsorge die Kontrolle des Prostata-spezifischen-Antigens (PSA-Wert). Ein Wert, der seit Jahren kontrovers bezüglich seines Nutzens zur Früherkennung von Prostatakrebs diskutiert wird und deswegen von den Krankenkassen zur Früherkennung nicht übernommen wird.
    Manchmal ist es sinnvoll Vitamine, die z.B. aus Ernährungsüberzeugung beim Vegetarier und/ oder Veganer oft grenzwertig sein können zu überprüfen.
    Zu den IGeL-Leistungen gehören (bei den meisten Krankenkassen) auch die schon anderweitig angesprochenen Reiseimpfungen.

Ob, und wenn ja welche, Punkte für Sie eine Relevanz haben kann man nicht pauschal sagen.

Wenn Sie Fragen haben sprechen Sie uns an.

Bei einigen Punkten werden Sie aber auch von uns angesprochen werden wenn wir sinnvolle Untersuchungen sehen, die von den Krankenkassen nicht abgedeckt werden.
Natürlich sind diese Leistungen dann freiwillig.

Wenn unsere Argumente nicht stichhaltig genug sind sie zu überzeugen möchten wir Sie ausdrücklich bitten die Leistungen NICHT in Anspruch zu nehmen.

Wenn Sie aber doch den Sinn und Nutzen hinter den angebotenen Leistungen sehen, werden sie von uns schriftlich über die Leistung und den Preis, der sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) wie bei einem Privatpatienten errechnet, informiert.